Molekulare und zelluläre Veränderungen während der Fibroseentwicklung bei Kardiomyopathien

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Beschreibung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 413001050 (Forschungsstipendium)

Kardiomyopathien sind eine heterogene Gruppe von Herzmuskelkrankheiten mit einer eingeschränkten kardialen Leistung und/oder malignen Arrhythmien; dabei sind genetische Mutationen häufig. Es besteht eine hohe Mortalität, die in den ersten 5 Jahren nach Diagnosestellung 45-60% beträgt. Die Therapie dieser Patienten umfasst multimodale medikamentöse Therapien, biventrikuläre Schrittmacher, mechanische Kreislaufunterstützungssysteme und Herztransplantationen. Extrazelluläre Fibroseablagerungen sind ein entscheidendes histologisches (und pathophysiologisches) Merkmal aller Kardiomyopathien. Fibrosen entstehen durch ein Ungleichgewicht von vermehrter Produktion und verringertem Abbau extrazellulärer Matrix (vorrangig Kollagen), was schlussendlich in ein kardiales "adverse remodeling" mündet: Neben den myokardialen Veränderungen, sind es gerade die Fibroseablagerungen, die ein systolisches und/oder diastolisches Pumpversagen bedingen, und auch maligne Arrhythmien. Neuere Untersuchungen ergaben, dass Fibroblasten und auch kardiale Makrophagen aufgrund signifikanter Änderungen der Transkriptionsraten Hauptakteure der Fibroseentwicklung sind. Zudem besteht die Vermutung, dass verschiedene Kardiomyopathien unterschiedliche Fibrosezusammensetzungen ausweisen. Diese verschiedenen Fibroseentwicklungen, ihre Herkunft, Aktivierungswege und mögliche innovative therapeutische Ansatzpunkte sollen im Rahmen des Forschungsaufenthaltes in Boston bearbeitet werden.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/-es Ende01.09.1831.08.20