Behandlungsqualität in der operativ-interventionellen Gefäßmedizin

Abstract

Die Komplexität und Diversität der operativ-interventionellen Gefäßmedizin macht innovative und pragmatische Lösungsansätze zur validen Messung der langfristigen Behandlungsqualität erforderlich. Die sekundäre Nutzung von Routinedaten der Sozialversicherungsträger gerät dabei seit Jahren zunehmend in den Fokus der interdisziplinären Fachwelt. Routinedaten ermöglichen durch ihre longitudinale Verknüpfung und sektorenübergreifende Generierung die Beantwortung wichtiger Fragestellungen und können Qualitätsentwicklungsprojekte mit Primärdaten komplementär ergänzen. Es stehen verschiedene Leitlinien zu deren Nutzung, Verknüpfung und Berichterstattung zur Verfügung. Insbesondere bei Endpunkten mit großer klinischer Relevanz wurde in Studien eine gute Validität nachgewiesen. Den vielen Vorteilen von Routinedaten stehen spezifische Herausforderungen gegenüber, die umfassende Plausibilitäts- und Validierungsverfahren und eine ausgeprägte Methodenkompetenz erfordern. Diese Übersichtsarbeit beschäftigt sich kritisch mit diesen Vorteilen und Herausforderungen und bietet Empfehlungen für den Einstieg in die Nutzung dieser zunehmend wichtigen Datenquelle.

Bibliografische Daten

OriginalspracheDeutsch
ISSN0948-7034
StatusVeröffentlicht - 07.07.2020